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Anwenderberichte

"Segeln mit Diabetes ist eine Herausforderung, aber kein Widerspruch"

Bastian Hauck ist Autor, Unternehmer – und Diabetiker. Das Segeln, ist seine große Leidenschaft:

Segeln ist Freiheit. Noch bevor ich die Leinen löse, bin ich an Bord eines Segelbootes irgendwie glücklicher, fühle mich Kind und will einfach los: „Raus ins Blaue!“ eben.

Ich bin auf Booten großgeworden, war segeln bevor ich laufen konnte, und dass ich einmal auf eigenem Kiel aufbrechen würde, war für mich immer nur eine Frage des richtigen Zeitpunkts. Der schien nach Abitur und Zivildienst gekommen – bis mich mit 19 Jahren die Diagnose Diabetes ereilte.

Noch auf der Intensivstation galt eine meiner ersten Fragen den Auswirkungen von Diabetes auf meine geplante Weltumsegelung. Die Antwort – faktisch falsch und didaktisch unklug, wie ich heute weiß – traf mich damals härter als die Diagnose an sich: „Segeln? Das lassen Sie ab jetzt mal lieber bleiben.“ Der Diabetes schien mir meine große Leidenschaft, meine Pläne, meine Freiheit zu nehmen.

Mehr als zehn Jahre später segelte ich dann doch – zwei Jahre einhand, also alleine rund um die Ostsee, dann um die halbe Welt und das berüchtigte Kap Hoorn, durch den Pazifik und über den Atlantik. Denn heute weiß ich: Segeln mit Diabetes ist eine Herausforderung, aber kein Widerspruch – man muss nur sehr gut auf sich aufpassen.

Dabei hilft mir seit kurzem mein Real-Time-CGM-System, das Dexcom G5 Mobile: Hierbei misst ein kleiner Sensor kontinuierlich meinen Zuckerwert im Gewebe und übermittelt die Werte in Echtzeit automatisch an mein iPhone.

In der zugehörigen App kann ich sogar eigene Warngrenzen definieren: Falls eine Unterzuckerung droht, schlägt diese laut Alarm – und das nicht nur auf meinem eigenen iPhone, sondern wenn gewünscht auch auf dem meiner Follower. So kann zum Beispiel meine Freundin meine Gewebezuckerwerte über die Cloud live mitverfolgen.

Was sich in zwei knappen Sätzen zusammenfassen lässt, ist für den gelebten Alltag eines Diabetikers eine wahre Revolution. Denn im Unterschied zu passiven Messgeräten wird mein Dexcom selbst aktiv, noch bevor eine Unterzuckerung auftritt – ich kann rechtzeitig reagieren und das Auftreten von Hypoglykämien meist schon verhindern, bevor es überhaupt kritisch wird. Auf See ist das G5 daher, gerade wenn ich einhand unterwegs und mit Segeln beschäftig bin, so etwas wie meine Lebensversicherung.

Wie wertvoll gerade auch die Follower-Funktion sein kann, habe ich erst vor wenigen Wochen wieder erfahren: Zusammen mit meiner Freundin Mona habe ich an den German Classics, Deutschlands größter Klassiker-Regatta, in Laboe teilgenommen. Die Wettfahrten segelte ich mit Freunden auf einem Folkeboot, Mona blieb an Land – Regatten sind nicht so ihr Ding.

Ihre Sorge, ich könnte im Eifer des Gefechts zwischen Navigation, Segelmanövern und Regattataktik das Blutzuckermessen vergessen, war nach Erfahrungen vom letzten Jahr leider nicht ganz unbegründet, und hätte ohne rtCGM sicher zu vielen gut gemeinten, aber mich nervenden „Kontrollanrufen“ an Bord geführt. Doch diese blieben in diesem Jahr aus – mit dem G5 an Bord kann Mona meinen Gewebezuckerverlauf auch von Land aus mitverfolgen. Sie muss sich so keine unnötigen Sorgen machen, wird aber wie ich sofort alarmiert, wenn mein Gewebezucker zu sehr steigt oder fällt.

Mein rtCGM-System hat inzwischen auch meinen ganz normalen Berliner Lebensalltag erobert und entlastet mich jeden Tag. Wenn ich bestimmte Dinge beachte, kann ich allein auf Basis meines G5 sehr viele informierte Therapieentscheidungen treffen (siehe Voraussetzungen:Treffen von Behandlungsentscheidungen) und kann so zum Beispiel sehr viel früher entscheiden, ob ich zu hohe Werte mit zusätzlichem Insulin korrigiere.

Natürlich bleibt der Diabetes mein ständiger Begleiter, 24 Stunden täglich, 365 Tage im Jahr – aber mit G5 wirkt er weniger heimtückisch, lässt sich besser einschätzen und vorhersehen und erfordert weniger Zeit und Aufmerksamkeit. Segeln bleibt meine Leidenschaft. Segeln ist Freiheit. Und das Dexcom G5 Mobile hat mir diese ein Stück weit zurückgegeben.

Foto: © Sören Hese - www.sailpower.de